Profil

Der Jazz-Bassist Martin Zenker wurde 1970 in München geboren. Schnell begeisterte er sich für Musik und spielte bereits als Kind Geige. Im Jugendalter begann er darüber hinaus Bass zu erlernen. Nach einer ersten musikalischen Begegnung mit Jazz-Legende Pearcy Heath, der ihn sehr inspirierte, besuchte er das Richard- Strauss-Konservatorium in München und belegte als Hauptfach Kontrabass. Bereits während seines Studiums wurde er Mitglied des Landesjugend-Jazz-Orchesters. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Konservatoriums folgten zahlreiche Studienaufenthalte in den USA.

In seiner langjährigen Laufbahn spielte Martin Zenker u.a. mit Jazz-Größen wie Jimmy Cobb, Herb Geller, Billy Hart und James Moody zusammen, ebenso wie mit Steve Grossman, Jim Snidero und Eartha Kitt. Darüber hinaus trat er bei internationalen Festivals z.B. in Washington D.C, Baltimore, Honolulu, Shanghai, Peking, aber auch in London, St. Petersburg und Kopenhagen auf. Er ist Bandleader verschiedener Formationen, gibt Privatunterricht und Workshops im In- und Ausland und ist Produzent zahlreicher Tonträger- und Medienproduktionen. Martin Zenker komponiert eigene Projekte, arrangiert für Big Bands, und bestreitet heute weltweit ca. 270 Auftritte pro Jahr.

Prägend für Martin Zenkers Arbeit ist Asien, speziell Südkorea mit seiner Hauptstadt Seoul, in der er ab 2008 für vier Jahre eine Professur für Jazz Kontrabass und Jazzgeschichte angenommen hat. Für 2013 hat er das in Deutschland stattfindende Festival „JazzKorea“ initiiert und ist dessen Programmchef.

In der Vergangenheit organisierte er zahlreiche Worksshops und Festivals mit internationalen Künstlern. Außerdem baut er mit dem Goethe-Institut in der Hauptstadt der Mongolei, Ulan Bator, eine Jazzschule. Martin Zenker hat hierfür das Konzept erstellt und wird die Lehrkräfte koordinieren.

Martin Zenkers eigene Musik-Philosophie spiegelt sich besonders auf der Bühne wider: Jazz ist für ihn eine internationale Sprache und Kommunikationsform: „Die Musik muss Spaß bringen und von Herzen kommen, also emotional sein. Allerdings finde ich, dass der Musiker durchaus sein Handwerk beherrschen sollte, denn dadurch kann er sich besser ausdrücken. Es gibt keine Grenzen, außer dem eigenen, aufrichtigen Geschmack. Bei jedem Auftritt möchte ich das Umfeld und meine Möglichkeiten so direkt wie möglich in Einklang bringen, so dass ich das Gesamtergebnis im Idealfall optimal gestalten kann. Konzentration und Energie sind mir dabei wichtig, ebenso wie die Fähigkeit Grenzen bewusst zu überschreiten um dem Ergebnis zu helfen!“ Richtig oder falsch sind für Martin Zenker relative Kriterien. „Ich kann nur selbst versuchen durch meinen Beitrag das Ergebnis optimal zu gestalten - und in dieser Rolle fühle ich mich als Bassist sehr wohl!“